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Wie viel kostet eine Französische Bulldogge?

Süß, intelligent, anhänglich und anspruchsvoll – ein richtiger Franzose! 

Die kurzen stehenden Ohren, die kurze Rute, die symmetrischen Falten und eine kurze Nase sind bis heute die Erkennungsmerkmale der Französischen Bulldogge. Typisch für sie ist nicht nur der Körperbau, sondern das lebhafte, aufgeweckte und verspielte Verhalten. In den letzten Jahren entwickelten sich die liebevollen Wesen zu einem sehr gefragten Haustier.

Die Abstammung ist jedoch nicht so ganz klar. Sicher ist jedoch, daß die Englische Bulldogge eine Rolle gespielt hat, die in Paris von Züchtern mit Terriern und Griffons gekreuzt wurde. Zum Schluß ergab sich daraus ein kleiner Molossehund mit Stehohren, kurzer Rute und gedrungenem Körperbau. Schon bald entdeckten die amerikanischen Hundeliebhaber den kleinen Hund und brachten ihn von Paris in die USA. Auch hier waren die Liebhaber begeistert und zahlten, ähnlich wie heute, stattliche Preise für die kleine Französische Bulldogge. Fotografien der damaligen Hunde zeigen, daß sich die kleine Bulldogge in den letzten 100 Jahren kaum geändert hat und auch das Haarkleid stets den aktuellen Standard hatte – gestromt, scheckig und fawn (rot bis Milchkaffee).

Die steigende Beliebtheit des French Bulldog, dem Charakterhund, hat seinen Preis. Angebote gibt es genügend, doch wie bei jedem Tierkauf sind die Verhältnisse, aus denen sie stammen, nicht immer gut. Kommen sie aus dem Ausland, haben sie oft mit Krankheiten zu kämpfen und wenn man weiß, daß gesunde Doggen-Welpen hierzulande erst ab ca. 1000.- Euro zu haben sind, kann ein Auslandskauf zum billigen Preis vom 300 bis 500 Euro nicht seriös sein. Bitte prüfen Sie vorher, wie der Züchter mit den Hunden umgeht und ob die vorgefundene Situation in Ordnung ist. Sie wollen ja sicher nicht einen kranken Hund aus illegalen, schlechten Verhältnissen kaufen – dafür sind auch 300 Euro schon zu viel. Sie sollten, um sicher zu gehen, im Internet den Züchter googeln oder noch besser, Sie besuchen ihn ein- bis zweimal und lernen ihn kennen. Die Elterntiere sollten gesund sein und die Zuchtstätte sauber. Wichtig ist auch, keine Tiere aus Massenzüchtungen zu kaufen, da man dies nicht unterstützen sollte. Und ganz wichtig ist, daß Sie sich klar machen, daß Sie diesen Hund viele Jahre (9-15)versorgen und sich um ihn kümmern müssen. Zeit zu haben, spielt hier auch eine wichtige Rolle!

Aus einer guten Zucht und den Anforderungen des DKFM e.V. (Deutscher Klub für französische Bulldoggen) werden gestromte Hunde und Schecken für ca. 1400 Euro und Fawns für 1700 Euro verkauft. Die Folgekosten betreffen vor allem das Futter, Leine, Halsband oder Geschirr. Hierzu kann Ihnen der Züchter Auskunft geben – die Tierarztkosten sind im Voraus schwer einzuschätzen. Vielleicht braucht Ihr Hund nur routinemäßige Besuche beim Tierarzt für Impfungen usw., aber wenn er krank wird oder sich einen Fuß bricht, können die Kosten explodieren. Deshalb ist zu überlegen, ob eine Krankenversicherung für ihn abgeschlossen wird.

Weitere Kosten für den Anfang sind die Schlafstätte (?), Transportbox, Pflegemittel und Spielzeug! Die Hundesteuer ist je nach Ort oder Kreis sehr unterschiedlich und eine Haftpflichtversicherung ist nicht überall vorgeschrieben. Sie ist aber sicher ein Punkt, den man sich gut überlegen sollte, denn auch ein kleiner Hund kann großen Schaden anrichten!