Er gehört in jedes Hundetraining! Da macht die Erziehung einer französischen Bulldogge keine Ausnahme. Es ist nämlich ein weit verbreiteter Irrtum, dass der Maulkorb nur bei einer aggressiven oder unberechenbaren Rasse zum Einsatz kommt. Selbst der sanftmütigste und lammfrommste Hund sollte unbedingt Bekanntschaft mit einem Maulkorb schließen und diese regelmäßig auffrischen.

Das Tier kann nämlich Zeit seines Lebens in Situationen kommen, in denen das Tragen eines Maulkorbs erforderlich ist und das hat nicht in erster Linie etwas mit Bissigkeit oder Aggressivität zu tun.

Mit dem Maulkorb ist die französische Bulldogge für jede Lebenslage gerüstet

Diese Rasse liebt es, der ständige Begleiter seines Menschen zu sein. Deswegen ist es für ihn eine Selbstverständlichkeit, sich überall dort zu bewegen, wo sich sein Zweibeiner befindet. Folglich ist er die perfekte Reisebegleitung und deswegen muss er in der Lage sein, mit einem Maulkorb zurecht zu kommen. Denn egal, ob in öffentlichen Verkehrsmitteln, Gondeln oder Fähren, es gibt viele Orte, an denen eine Maulkorbpflicht besteht und an die sich alle Hundebesitzer halten müssen. Wer die temperamentvolle kleine Bulldogge kennt, weiß dass sie das Tragen eines Maulkorbs dann doch dem einsamen Nachmittag im Hotel vorzieht.

Beim Tierarztbesuch kann es sich ebenfalls als sehr praktisch erweisen, wenn die französische Bulldogge als souveräner Maulkorbträger aufläuft. Damit schützt sie nicht nur sich selbst, sondern auch den Arzt. Muss dieser nämlich eine etwas schmerzhafte Behandlung durchführen, kann der Hund nicht aufgrund einer Schmerzreaktion zubeißen und den Mediziner verletzen. Aber auch der Eigenschutz sollte groß geschrieben werden: So kann sich die französische Bulldogge nicht wund beißen oder Keime in eine Narbe lecken, wenn sie durch einen Maulkorb gehindert wird.

Selbstverständlich gibt es auch unsichere Situationen, in denen es besser ist, wenn die französische Bulldogge zunächst mal durch einen Maulkorb geschützt ist und nicht gleich etwas passiert, wenn sie spontan über das Ziel hinaus schießt. Jeder der sich mit dieser Rasse auskennt, weiß, dass sie ihrem Mensch gegenüber absolut loyal ist. Dabei entscheiden diese kompakten Hunde über den Grad der Gefahr manchmal recht eigenwillig. Damit es in diesen Fällen nicht zu bissigen Missverständnissen kommt, kann ein Maulkorb diese Momente entschärfen.

Auf den richtigen Maulkorb kommt es an

Das gilt speziell für die französische Bulldogge, denn sie ist ein wenig speziell gebaut. Sie kommt als drahtiges Bündel daher, das mit einem breiten, massiven, kantigen und sehr flachen Schädel ausgestattet ist. Dieser weist einen beeindruckend kräftigen Kiefer samt Vorbiss auf. Die Augen des Tieres befinden sich beinahe auf der Höhe der Nase. Dazu kommt, dass diese Rasse durch eine lautstarke, fast schon röchelnde Atmung auffällt. Aus diesem Grund ist unbedingt zu beachten, dass die Atmung des Tieres beim Tragen des Maulkorbs auf keinen Fall beeinträchtigt werden darf.

Beim Kauf eines Maulkorbes sollten im Sinne der französischen Bulldogge die folgenden Anforderungen gelten:

Die Riemen des Maulkorbs sollten flexibel einstellbar sein. So ist er passend für jede Kopfform. Um Irritationen und Kratzer an der sensiblen Nasenhaut zu verhindern, bietet sich ein Polster am oberen Rand des Maulkorbs an. Damit die französische Bulldogge eine klare Sicht behält, müssen die Augenlöcher groß genug und ebenfalls  gut gepolstert sein. So werden die Augen nicht gereizt oder beginnen zu tränen. Ganz wichtig, der Hund muss saufen und fressen können, während er den Maulkorb trägt.

Das ist letztendlich der Grund, warum es im Handel besondere Maulkörbe speziell für die französische Bulldogge und ähnliche Rassen gibt. Sie sind eher kreisrund und werden wie eine Haube über dem Kopf angebracht.

Ein Maulkorb französischen Bulldogge kann nicht schmackhaft genug sein.

Dann ist das Annehmen für den Hund keine große Sache, selbst für eine hin und wieder kritisch agierende, französische Bulldogge. Mit Speck fängt man Mäuse und so trainiert man am besten den Maulkorb auf. Zunächst muss der Bulldogge bewiesen werden, dass von dem Maulkorb keine Gefahr ausgeht und dass er vom Prinzip her eine gute Sache ist.

Bedeutet, dass die Bulldogge erkennen kann, dass der Maulkorb eigentlich ein Futterspender ist. Im ersten Schritt füttert man das Tier mit extrem leckeren Keksen durch den Maulkorb hindurch. Wichtig dabei ist, dass der Kopf des Tieres freiwillig in den Maulkorb wandert. Man sollte ihn keinesfalls von oben aufsetzen. Tut die französische Bulldogge das ohne Zögern und an jedem Ort, ist das Misstrauen beseitigt und sie ist bereit für den nächsten Schritt.

Der besteht darin, dass das Band – beim ersten Mal nur für einen kurzen Moment –geschlossen wird. Füttern nicht vergessen und das Band wieder öffnen bevor die Bulldogge bemerkt hat, was eigentlich geschehen ist. Mit jedem Mal lässt man das Band einen Moment länger geschlossen.

Wenn das Tier versucht, sich mit der Pfote von dem Maulkorb zu befreien, war man zu schnell unterwegs. Das sollte auf keinen Fall passieren. Ruhiges Vorgehen und ein leicht spielerischer Umgang werden in diesem Training belohnt. So wird auch die eigensinnigste französische Bulldogge den Sinn dahinter erahnen und in allen Situationen, in denen der Maulkorb französischen Bulldogge erforderlich ist, souverän aufspielen können: dem richtigen Maulkorb sowie dem geduldigen Training sei Dank.

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