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Die Fellpflege bei den Hunden ist vor allem eine Frage der Gesundheit und Schönheit. Wenn das Fell glänzt, dann geht es dem Hund auch glänzend. Man kann Hunde nicht nur Baden und Bürsten, sondern dazu gehören auch das Trimmen und Scheren, um potentiellen Krankheiten vorzubeugen. Manche Rassen verlangen einfach eine intensivere Pflege. Verfilzung der Haut und schuppiges Haar deuten auf Parasiten hin, deshalb ist eine richtige und regelmäßige Fellpflege äußerst wichtig.

Wie Sie Ihrem Hund die richtige Pflege bieten, erfahren Sie im folgenden Text.

Pflege von Haut und Haar hilft gegen Krankheitserreger

Mit der richtigen Pflege des kleinen Vierbeiners, verhindern Sie krankhafte Veränderungen frühzeitig. Tägliches Kämmen nach einem Spaziergang macht Zecken und Flöhe sofort sichtbar, sodass sie rechtzeitig entfernt werden können. Nur auf diese Art verhindert man eine Flohinvasion und man erstickt sie schon im Keim. Mit dieser täglichen Praxis helfen Sie ihrem Vierbeiner auch gegen Zeckenbefall, der die Hunde verrückt machen kann.

Eine solche tägliche Fellpflege kann ja auch sehr anstrengend sein, muss aber nicht, denn heute kann man viele Aufbau- und Pflegepräparate kaufen, mit denen das Bürsten und Massieren weniger Zeit in Anspruch nimmt. Natürlich nur mit der richtigen Anwendung und Routine. Diese Hilfsmittel sparen Ihnen viel Zeit und Kraft. Schmutzreste kann man somit spielend herausbürsten und genau das spart Zeit, denn man muss den Hund danach nicht Baden. Wir alle wissen, dass das Baden der Hunde sehr schwierig und aufwendig sein kann. Ansonsten können abgestorbene Hautpartikel und Haare nur so entfernt werden.

Regelmäßige Fellpflege ermöglicht Ihnen auch Bisswunden zu entdecken. Sie sind meist der Grund für eine Infektion, weil man nicht rechtzeitig kleine oder große Raufereien entdeckt und reagiert hat. Das führt zu schnellen und schwer kontrollierbaren Infektionsherden.

Flöhe, Zecken, Krusten, kahle und entzündete Hautstellen lassen sich dank einer täglichen Fellpflege leichter entdecken, sodass Sie Ihren Hund vor größeren Schäden und Problemen retten können. Gesundes und neues Fell wächst besser nach und die Haut kann leichter aufatmen. Eine regelmäßige und gut ausgeführte Fellpflege ist gleichzeitig eine Massage für Ihren Hund, die die Durchblutung fördert und den Abwehrmechanismus weckt.

Die richtige Pflege ist sowohl für Sie als auch für den Hund wichtig. Der Grund dafür ist, das bei manchen Hunden die Pflege früher sehr schmerzhaft war und nicht richtig ausgeführt wurde. Aus diesem Grund können Hunde später aggressiv reagieren und Sie sogar angreifen. Deshalb muss man seinen Hund an so eine Pflege gewöhnen und ihnen beweisen, dass das nichts Schlimmes ist, sondern gut für sie ist.

Am besten wäre es, den Prozess der Fellpflege bereits im Welpenwuchs zu üben und den Hund langsam daran zu gewöhnen. Verwenden Sie dazu weiche Naturbürsten und verbinden Sie Spiel, Spaß und Pflege miteinander, indem Sie zum Beispiel die Bürste als Spielzeug verwenden. Eine Massage nebenbei, genießt garantiert jeder Welpe.

Ältere Hunde an Pflege gewöhnen – so geht’s

Ältere Hunde, die die richtige Pflege nicht rechtzeitig kennengelernt haben, oder diejenigen, die schlechte Erfahrungen damit hatten, lassen sich mit einigen Tipps für diesen Wellnessgenuss überzeugen. Viele Leckerlies und  ich mehr Geduld braucht man am Anfang, das muss klar sein. Angenehm muss man die Pflege beginnen. Zum Beispiel mit dem Streicheln am Kopf und Bauch. Nach einiger Zeit versuchen Sie das Gleiche mit einer Bürste.

Die Bürste müssen Sie dem Hund Nahe bringen: Sie muss für ihn etwas Selbstverständliches sein, ein Teil von seinem Leben. Er muss das verstehen und einsehen. Die Bürste kann man zwischen den Spielsachen abstellen und liegen lassen. Diese Übung muss ständig wiederholt werden und hier kommen wir wieder auf die Leckerlies zurück.

Achtung: Kinder sollten lieber nicht den Hund bürsten, denn sie können dem Hund ungewollt weh tun und genau das könnte fatale psychologische Folgen beim Hund auslösen.

Fellpflege bei langhaarigen Hunden

Langhaarige Hunderassen benötigen eine intensive und spezielle Körperpflege. Das hängt ja auch von der Struktur und Felldichte des Haars ab.

Wenn der Hund in ein Schlammloch springt, stellt man sich die Frage, ob man ihn baden soll oder nicht? Die Antwort mag für Sie komisch klingen, aber baden sollte man den Hund so selten wie möglich. Das ist auch die Antwort fürs Gassigehen im Park oder Wald. Jedoch, wenn man sie badet, sollte man sie nur mit einem rückfettenden und sanften Hundeshampoo baden.

Belgischer Schäferhund, Spitz oder Collie haben schlichtes, pflegeleichtes Langhaar. Man sollte das Fell mehrmals in der Woche gründlich kämmen und bürsten. Bei dem Old Englisch Scheepdog oder Briard ist das Fell schwieriger zu pflegen, denn es ist dicht und verfilzt sehr schnell.

Mehrschichtiges und vor allem anspruchsvolleres Langhaarfell mit sehr viel Unterwolle findet man bei dem Chow-Chow oder Neufundländer. Hier muss man das Fell besonders intensiv und regelmäßig bearbeiten. Besonders kritische Stellen, wie die Pfoten, Kopf, Fang und Genitalien müssen sorgfältig behandelt werden, denn diese Stellen verfilzen unglaublich schnell und lassen sich später ganz schwer pflegen.

Tipps zur Pflege von langhaarigen Hunden

Langhaarige Hunde bürstet man gegen den Strich mit einer Draht- oder Naturbürste. Dann arbeitet man sich ganz langsam durch, vom Kopf bis zum hinteren Bereich. Am besten legt man seinen Hund auf die Seite und man sollte ihn mit einer Hand bürsten und mit der anderen die Haare prüfen. Fellwechsel bei solchen Hunden ist im wahren Sinne des Wortes eine haarige und wuschige Sache. In diesem Zeitabschnitt haben Sie mehr Arbeit, aber ihre Sofas, textile Auslagen und ihre Wohnung im Allgemeinen werden Ihnen dafür sehr dankbar sein.

Dazu brauchen Sie einen groben Kamm, der auch die dichtesten Schichten erreicht. Danach sollte man das Fell mit dem feinen Kamm noch einmal bearbeiten. Wenn das Hundefell es zulässt, sollte man es fest in die Hand nehmen und richtig durchkämmen. Entfilzungsharke ist ein Hilfsmittel, das bei schwierigen Stellen hilft, dass man Verfilzungen entfernt. Rutenansatz ist eine besonders empfindliche Körperstelle des Hundes und hier entstehen die meisten Probleme. Deshalb sollte man darauf achten, dass diese Problemzonen nicht entstehen.

Pflegemittel für Langhaarfell

Ein Kamm und Fellbürste gehören zu einer Grundausstattung bei der Pflege von Hunden mit langen Haaren. Naturbürsten eignen sich hierzu am besten, denn sie erzeugen keine elektrostatische Aufladung.

Fellscheren gehören ebenso zum Zubehör. Die braucht man für die Kürzung der Haare an den Pfoten, Ohren und anderen unzugänglichen Stellen. Für dicke und störrische Haare empfiehlt man Unterwollbürsten und Entfilzungsharken. Unterwollbürsten bieten auch tolle Glanzpflege für Ihren Hund.

Fellpflege bei kurzhaarigen Hunden

Viele fragen sich, ob eine Pflege bei Hunden mit kurzen Haaren überhaupt notwendig ist. Ja, die Pflege ist auf jeden Fall notwendig. Eines muss man jedoch klarstellen, und zwar dass die Fellpflege dadurch nicht unbedingt leichter wird. Die Dichte und Struktur der Behaarung, durchschnittlicher Haarverlust und Fellwechsel bestimmen auf jeden Fall den Aufwand. Einmal wöchentlich zu bürsten oder zu trimmen reicht jedoch vollkommen aus.

Viele Rassen mit glattem Fell haben eine langsam regenerierende Haut, die sich nach einem Bad sehr schwer erholt. Deshalb sollte bei solchen Hunden ein Schaumbad eher eine Ausnahme sein. Für jeden Typ gibt es jedoch die passende Pflege und hilfreiche Mittel. Wichtig ist dabei vor allem, dass man seinen Hund von klein an schon an die Pflege gewöhnt.

Pflegemittel für Kurzhaarfell

Hier ist die Bürste, wie beim Langhaarfell, das beste Pflegeprodukt. Für das Kurzhaar, das besonders borstig ist, empfiehlt man den speziellen Terierstriegel. Weiche Bürsten sind besonders bei Welpen wichtig, aber auch beim einschichtigen Fell von Galgos, Whippets und anderen Jagdhunden.

Für die Kleinen mit einer starken Unterwolle gibt es die Trimmermesser und einfache Trimmer. Für das Dünnen des lockigen und dichten Fells gibt es die Effilienscheren und Entfilzer. Für stark haarende Hunde, wie etwa den Dalmatiner, gibt es den Furminator. Zum Baden gibt es unzählige Hundeshampoos, die speziell auf den Typ des Hundes eingestellt sind.

Das Fell – mehrschichtig oder einschichtig?

Der Unterschied zwischen Kurzhaarfell und Langhaarfell ist klar und bedarf keiner Erklärung. Doch wussten Sie, dass der Aufbau des Fells eine wichtige Rolle bei der Fellpflege spielt? Sowohl Langhaarfell als auch Kurzhaarfell kann mehrschichtig oder einschichtig sein.

Hundefell, dass einschichtig ist, besteht hauptsächlich aus Deckhaar.

Hundefell, dass mehrschichtig ist, besteht meist aus zwei Schichten, und zwar aus Deckhaar und Unterfell.

 

Rassen, die mehrschichtig sind, sind zum Beispiel der Mops, Leonberger, Labrador oder Golden Retriever. Das Deckhaar und das Unterfell sterben allmählich mit der Zeit. Deshalb ist es wichtig, dass man die abgestorbenen Haare mit einer angepassten Bürste oder einem Kamm entfernt. Besonders im Sommer sollte sie ständig im Einsatz sein. Deswegen darf auch die tägliche Prozedur ruhig etwas kürzer sein.

 

Greyhound, Whippets, Ridgebacks und ähnliche Jäger und Sprinter haben einschichtiges Fell. Pudel ist auch so eine Rasse, obwohl beim Pudel viele Menschen das Haar abschoren. Experten raten davon ab, denn das Haar schützt die Hundehaut – im Sommer vor der Hitze und im Winter vor der Kälte bzw. im Sommer vor einem Sonnenbrand und im Winter vor einer Unterkühlung. Deshalb sollte man spezielle Bürsten benutzen und das Fell Filzfrei halten.

 

Mehrschichtige Felle sind wetterfest, vor allem nordische Hunderassen. Viele Herdenschutzhunde oder Wasserhunde besitzen sogar dreischichtiges Fellaufbau, denn sie haben neben dem Unterfell und Deckhaar ein Zwischenfell, dass sie schützt. Hier ist der Pflegeaufwand intensiv und bedarf mehr Aufmerksamkeit. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Fellpflege in der Winterzeit

Im Winter ist eine Pflege sehr bedeutsam. Dadurch wird der Fellwechsel unterstützt und abgestorbene Haare entfernt. Bei langhaarigen Hunden führt das feuchte Wetter zur Verfilzung und Bildung der Knötchen. Diese bilden sich sehr gerne an den Pfoten, zwischen den Achseln und sind sehr unangenehm für den Hund, deshalb ist die Pflege im Winter sogar wichtiger als im Sommer für das Hundefell.

Auch ein Bad ist unter gewissen Umständen geeignet, aber am besten in Abendstunden, damit sich der Hund nicht draußen erkältet. Bei kurzhaarigen Hunden kann man das Bad nicht empfehlen, weil das Fell nur schleppend trocknet und die Fettschicht sich langsam aufbaut.

Fellpflege bei Hunden im Sommer

Hunde leiden sehr häufig unter den hohen Temperaturen im Sommer, deshalb sollte man dessen Unterwolle ausdünnen und dem eigenen Hund diesen Zeitraum so gut wie möglich erleichtern. Das Hundefell ist ein außerordentlicher Allrounder. Es schützt die Tiere im Winter vor der Kälte und dem starken Wind und im Sommer vor der großen Hitze und der Sonne.

Dank dem Fellwechsel klimatisieren sie sich ausgezeichnet an die jeweiligen Wetterbedingungen. Bei hohen Temperaturen geben die Hunde die Hitze über dessen Haut ab. Eine dichte Unterwolle stört die Hunde dabei, insbesondere die mit dem langen Fell und dicker Unterwolle. Deshalb sollten Hundeliebhaber und Hundebesitzer darauf achten, dass sie im Sommer die Unterwolle auskämmen und kräftig ausdünnen, wenn nötig, so kann die Luft besser zirkulieren.

Hundefell scheren lassen?

Viele lassen ihren Vierbeiner scheren, denn sie denken, dass sie damit ihrem kleinen Freund helfen – aber das ist nicht immer empfehlenswert, denn es kann auch problematisch werden. Die Unterwolle wird nur gekürzt und überhaupt nicht entfernt. Also trotz „Sommerfriseur“ wird die Haut schlecht belüftet und kann überhaupt nicht die Hitze abgeben. Deshalb kann man mit dem Scheren das Gegenteil bewirken, denn die Unterwolle wird dadurch verstärkt nachwachsen und das führt zur Verfilzung der Haut. Das breitet sich mit der Zeit aus und schadet der Haut beim Prozess der Klimatisierung. Dem Fell schadet das ebenso, denn es verliert am Glanz und Farbe.

Wenn das Fell zu dünn geschnitten wird, erhöht man damit das Risiko vor einem Sonnenbrand. Die Haut hat dadurch keinen Schutz und ist restlos ausgeliefert. Deshalb raten wir, dass man die Unterwolle nur ausdünnt. Wenn Ihnen das nicht genügt, raten wir zu einer professionellen Entfernung der Unterwolle. Es gibt sogenannte deShedding-Behandlungen, mit denen man das lose Haar entfernt und das Unterfell kann ohne Beschädigung des Deckhaares gelichtet werden und somit besteht weiterhin ausreichende Belüftung der Haut.

Hinweis zum Schluss

Solche Tipps und Ratgeber sollten keinesfalls den Besuch beim Tierarzt ersetzen. Nur ein Tierarzt kann Ihnen dabei helfen, richtige Entscheidungen zu treffen, die sich auf die Gesundheit Ihres Vierbeiner beziehen. Bei Erkrankungen des Haustieres sollten Sie sich unbedingt von einem Arzt beraten lassen, der bei Bedarf entsprechende Medikamente verschreibt.